Der gläserne
Kreuzweg
1. Station
Jesus wird zum Tod verurteilt
Jesus der Auserwählte. Ein Mann mit 33 Jahren am Höhepunkt seiner geistigen Schaffenskraft, verwirklicht seine Geisteshaltung gegenüber anderen Menschen.
Jesus wird von einem Mann unschuldig zum Tod verurteilt, weil das Volk, der Staat und religiöse Machthaber es fordern. Bis jetzt waren alle Menschen seine Freunde, voll Bewunderung und Treue. Man bedrängte Ihn, jeder wollte Ihm zuhören und berühren, denn er sprach von Hoffnung und Liebe.
Jetzt nach dem Todesurteil verlassen Ihn sogar die aller besten Freunde - du bist wertlos.
Die körperliche Folter beginnt mit 49 Peitschenhieben. 50 Schläge auf den Rücken eines Menschen würden den sofortigen Tod bedeuten.

2. Station
Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern
Alle und alles ist gegen Jesus. Er hat anderen in ihrer verzweifelten Not durch Wort und Tat geholfen. Doch in dieser Stunde fühlt er sich verlassen und alleine. Nicht die Last des Kreuzes beugt Ihn, sondern die Einsamkeit. Die Schaulustigen und Fingerzeiger werden aktiv. Spannung und Hass erhitzen die Gemüter. Neid und Genugtuung brodelt in den Adern der Ketzer. Unter dem Motto: "Da müssen wir hautnah dabei sein, wenn ein Mensch bis in den Tod gequält wird"

3. Station
Jesus fällt zum ersten mal unter dem Kreuz
Die Last des Kreuzes ist zu schwer, der Körper gibt durch die Überlastung nach, Jesus stürzt zu Boden, wird beschimpft und bespuckt.
Die physischen Mauern und Balken des Lebens können den Druck nicht mehr tragen. Sie fangen Feuer und stürzen auf seinen Körper nieder.
Die Menschen erwarten jetzt ein Wunder von Jesus, er kann sich doch selbst von den Qualen befreien, denn er war es, der vielen Menschen in solchen Lebenssituationen geholfen hat.
Es geschieht nichts, so stürzt auch für die Menschen, die noch an Ihn glauben eine Welt zusammen.

4. Station
Jesus begegnet seiner Mutter
Mutter und Sohn schauen einander in die Augen . Blicke genügen und Sie verstehen einander. Das innerliche Band der körperlichen Verbundenheit wird zerrissen.
Jesus in seiner schwersten Stunde sehnt sich nach Hilfe und Geborgenheit seiner Mutter. Maria kann ihrem Sohn nicht helfen, denn die Spirale des Leids dreht sich weiter

5. Station
Simon von Zyrene hilft Jesus das Kreuz tragen
Die Sehnsucht nach Hilfe aus Mitleid und Liebe wird durch einen unbeteiligten Bauern erzwungen. Simon muss das Kreuz tragen. So wird Jesus entlastet und mit seinem Leid ist er nicht mehr allein.
Geteilte Last ist halbes Leid.

6. Station
Veronika reicht Jesus das Schweißtuch
Ein Gesicht, gezeichnet von den Strapazen der Gewalt, mit Blut und Schweiß verschmiert, begegnet Veronika. als Zeichen Ihrer Liebe zu Jesus, trocknet Sie Ihm sein Gesicht.
Das Antlitz verewigt sich im Tuch und besonders im Herzen Veronikas

7. Station
Jesus fällt zum zweiten mal unter dem Kreuz
Jesus verlassen die Kräfte, er stürzt, zur Freude und Befriedigung seiner Gegner. Der 2. Sturz trifft Ihn noch härter als der 1. Jetzt ist es bewiesen, dieser Körper ist schwach und wehrlos. Verhöhnung und zynisches Gelächter in der Menschenmasse

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